Allgemeine Geschäftsbedingungen
Bedingungen für die Nutzung des max.dash Operations-Cockpits als Software-as-a-Service mit read-only Anbindung an die Warenwirtschaft des Kunden.
Stand: 1. Juli 2026
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für alle Verträge über die Bereitstellung und Nutzung der Software "max.dash" (nachfolgend "Cockpit" oder "Dienst") zwischen dem Anbieter
Schade Trade LTD, Theodorou Kolokotroni 8, 504, 6017 Larnaka, Zypern, vertreten durch den Geschäftsführer Nils Schade,
(nachfolgend "Anbieter") und dem Kunden (nachfolgend "Kunde"). Kunde im Sinne dieser AGB ist ausschließlich ein Unternehmer gemäß Paragraf 14 BGB. Der Dienst richtet sich nicht an Verbraucher.
1.2 Diese AGB gelten ausschließlich. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
1.3 Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung dieser AGB. Änderungen werden dem Kunden in Textform mitgeteilt und gelten als genehmigt, sofern der Kunde nicht innerhalb einer mitgeteilten angemessenen Frist widerspricht und auf die Bedeutung des Schweigens hingewiesen wurde.
2. Vertragsgegenstand
2.1 Gegenstand des Vertrages ist die Bereitstellung des Cockpits als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Nutzung während der Vertragslaufzeit. Eine Überlassung der Software zum dauerhaften Verbleib (Kauf) oder zur lokalen Installation findet nicht statt.
2.2 Das Cockpit liest betriebliche Daten aus der Warenwirtschaft des Kunden, insbesondere aus JTL-WaWi (MSSQL-Datenbank), ausschließlich lesend (read-only) aus. Es findet kein schreibender Zugriff auf das Produktivsystem des Kunden statt. Die gelesenen Daten werden in eine gesonderte, vom Anbieter eingerichtete und betreute SQL-Datenbank (Spiegelung) übertragen, deren Serverstandort innerhalb der Europäischen Union (Deutschland) liegt; auf dieser Spiegelung baut das Cockpit Auswertungen, Dashboards und das Kundenportal auf.
2.3 Funktionaler Leistungsumfang sind insbesondere: SLA-Reporting je Mandant, Versandleistungs- und Durchlaufkennzahlen, Auswertungen pro Mitarbeiter zu Pick und Pack, Retourenkennzahlen, ein mandantengetrenntes Kundenportal sowie der Export von Abrechnungs-MENGEN je Mandant. Das Cockpit erstellt keine Rechnungen und ersetzt keine Buchhaltungs- oder Rechnungssoftware.
2.4 Der konkrete Leistungsumfang, der gebuchte Tarif sowie die Anzahl der Mandanten ergeben sich aus der jeweiligen Bestellung beziehungsweise dem individuellen Angebot. Bei Widerspruch zwischen Angebot und diesen AGB geht das individuelle Angebot vor.
2.5 Der Anbieter entwickelt den Dienst fortlaufend weiter. Funktionen können ergänzt, geändert oder ersetzt werden, soweit der vertraglich geschuldete Kernnutzen erhalten bleibt und dem Kunden zumutbar ist.
3. Leistungen und Verfügbarkeit
3.1 Der Anbieter stellt das Cockpit nach dem Stand der Technik bereit und bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes.
Eine bestimmte Verfügbarkeit im Sinne einer festen Prozentquote wird nicht zugesichert. Der Anbieter betreibt den Dienst mit angemessener Sorgfalt und bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Bereitstellung. Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und dem Kunden bei absehbar spürbaren Einschränkungen vorab in Textform angekündigt.
3.2 Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung, die dem Kunden nach Möglichkeit vorab in Textform angekündigt werden, sowie Ausfälle aufgrund von Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (insbesondere höhere Gewalt, Störungen von Vorlieferanten, Telekommunikations- oder Hosting-Anbietern).
3.3 Die Aktualität der im Cockpit dargestellten Zahlen hängt vom Synchronisationsintervall zwischen Quellsystem und Spiegelung ab. Die Darstellung erfolgt zeitnah, jedoch nicht zwingend in Echtzeit. Maßgeblich für rechtlich relevante Sachverhalte bleibt stets das Quellsystem des Kunden.
3.4 SLA-Regeln (etwa Cutoff-Zeiten, Werktage, Feiertage, Ausschluss von Rückhalte-, Backorder- oder Stornofällen) werden gemeinsam mit dem Kunden eingerichtet und beruhen auf den vom Kunden bereitgestellten Angaben. Der Anbieter schuldet die korrekte technische Abbildung der mitgeteilten Regeln, nicht jedoch deren inhaltliche oder vertragsrechtliche Richtigkeit gegenüber Dritten des Kunden.
4. Datenanbindung und Einrichtung
4.1 Voraussetzung für den Betrieb ist ein lesender Zugang zur Datenquelle des Kunden. Der Kunde stellt die hierfür erforderlichen Zugangsdaten und technischen Voraussetzungen bereit und ist berechtigt, diese zu erteilen.
4.2 Die Einrichtung von Synchronisation und SLA-Regeln erfolgt im Rahmen des vereinbarten Setups. Eine Installation von Software im Produktivsystem des Kunden ist hierfür nicht erforderlich.
4.3 Der Anbieter ist berechtigt, den Datenabgleich vorzunehmen, zu unterbrechen oder einzuschränken, soweit dies aus Gründen der Sicherheit, der Datenintegrität oder des ordnungsgemäßen Betriebs erforderlich ist; der Kunde wird hierüber informiert.
5. Pflichten des Kunden
5.1 Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass er zur Erteilung des lesenden Datenzugriffs berechtigt ist und dass die Anbindung sowie die Auswertung der betroffenen Daten datenschutz- und arbeitsrechtlich zulässig ist. Dies betrifft insbesondere mitarbeiterbezogene Auswertungen (etwa Pick- und Pack-Leistung) sowie Daten seiner eigenen Mandanten und Endkunden.
5.2 Der Kunde hält seine Zugangsdaten zum Cockpit und zum Kundenportal geheim, schützt sie vor dem Zugriff Dritter und gibt sie nur berechtigten Nutzern weiter. Bei Verdacht auf Missbrauch informiert er den Anbieter unverzüglich.
5.3 Der Kunde nutzt den Dienst nicht missbräuchlich, insbesondere nicht in einer Weise, die die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit des Dienstes oder der Daten Dritter beeinträchtigt.
5.4 Soweit der Kunde seinen eigenen Mandanten Zugänge zum Kundenportal einräumt, ist er für die Berechtigung dieser Zugänge und die Zulässigkeit der dort angezeigten Inhalte gegenüber seinen Mandanten verantwortlich.
5.5 Der Kunde wirkt bei der Einrichtung, insbesondere bei der Definition der SLA-Regeln, im erforderlichen Umfang mit und stellt zutreffende Angaben bereit.
6. Vergütung und Zahlung
6.1 Die Nutzung des Dienstes ist entgeltlich. Die Höhe der Vergütung, das Abrechnungsmodell und die Fälligkeit ergeben sich aus dem gebuchten Tarif beziehungsweise dem individuellen Angebot.
6.2 Die Vergütung besteht aus einer laufenden monatlichen Nutzungsvergütung sowie einer einmaligen Einrichtungsgebühr (Setup) für die erstmalige Anbindung, das Aufsetzen der Spiegelung und die Modellierung der SLA-Regeln. Die Einrichtungsgebühr wird mit der ersten Rechnung fällig.
6.3 Die monatliche Nutzungsvergütung wird nachträglich für den jeweils abgelaufenen Kalendermonat in Rechnung gestellt. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Die Zahlung erfolgt per Überweisung auf das in der Rechnung angegebene Konto; die Vereinbarung eines SEPA-Lastschriftmandats ist alternativ möglich.
6.4 Sofern nicht anders vereinbart, verstehen sich alle Preise als Nettopreise zuzüglich der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer.
6.5 Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, gesetzliche Verzugszinsen geltend zu machen und nach vorheriger Ankündigung und Fristsetzung den Zugang zum Dienst bis zum Ausgleich der offenen Forderung zu sperren.
6.6 Der Anbieter ist berechtigt, die Vergütung mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen in Textform anzupassen. Erhöht sich die Vergütung, steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Anpassung zu. Kündigt der Kunde nicht innerhalb der Ankündigungsfrist, gilt die Anpassung als angenommen; hierauf weist der Anbieter in der Ankündigung gesondert hin.
7. Laufzeit und Kündigung
7.1 Der Vertrag beginnt mit der Bereitstellung des Dienstes und läuft auf unbestimmte Zeit. Es besteht keine Mindestlaufzeit. Beide Parteien können den Vertrag mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Kalendermonats ordentlich in Textform kündigen.
7.2 Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug oder erheblichem missbräuchlichem Gebrauch des Dienstes durch den Kunden vor.
7.3 Kündigungen bedürfen der Textform.
7.4 Nach Vertragsende endet der Zugriff des Kunden auf den Dienst. Der Anbieter löscht die gespiegelten Daten des Kunden nach Maßgabe der gesetzlichen Aufbewahrungspflichten und der Datenschutz-Vereinbarung. Auf Wunsch des Kunden wird im Rahmen des technisch Möglichen ein Export bereitgestellt.
8. Datenschutz und Datensicherheit
8.1 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Einzelheiten zur Verarbeitung auf der Website ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
8.2 Soweit der Anbieter im Rahmen der Datenanbindung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Artikel 28 DSGVO. Im Verhältnis zu diesen Daten ist der Kunde Verantwortlicher, der Anbieter Auftragsverarbeiter.
8.3 Der Zugriff auf die Quelldaten des Kunden erfolgt ausschließlich lesend. Die Spiegelung der Daten erfolgt in eine durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen geschützte Cloud-Umgebung. Eine Weitergabe der Kundendaten an unbeteiligte Dritte zu eigenen Zwecken des Anbieters findet nicht statt.
8.4 Im mandantengetrennten Kundenportal werden Daten so getrennt dargestellt, dass jeder Login ausschließlich die Daten der ihm zugeordneten Marke beziehungsweise des ihm zugeordneten Mandanten sieht.
8.5 Die gespiegelten Betriebsdaten werden innerhalb der Europäischen Union (Serverstandort Deutschland) verarbeitet; eine Übermittlung dieser Daten in ein Drittland findet nicht statt. Nach Beendigung des Vertrages werden die gespiegelten Daten innerhalb von 30 Tagen gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Die im Einzelnen eingesetzten Unterauftragsverarbeiter, deren Standorte sowie die Aufbewahrungs- und Löschfristen werden in der Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (Artikel 28 DSGVO) benannt.
9. Haftung
9.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach den zwingenden gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit und nach dem Produkthaftungsgesetz.
9.2 Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut) ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
9.3 Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
9.4 Das Cockpit dient der Auswertung und Visualisierung betrieblicher Daten zu Informations- und Steuerungszwecken. Für die inhaltliche Richtigkeit der im Quellsystem des Kunden gepflegten Daten übernimmt der Anbieter keine Gewähr. Maßgeblich für rechtlich relevante Sachverhalte, insbesondere für Abrechnung und SLA-Nachweise gegenüber Dritten des Kunden, bleibt das Quellsystem des Kunden; die im Cockpit dargestellten Werte sind hierfür eine Hilfe, keine verbindliche Quelle.
9.5 Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die darauf beruhen, dass der Kunde unrichtige Angaben (etwa zu SLA-Regeln) gemacht oder seine Pflichten nach Ziffer 5 verletzt hat.
9.6 Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
10. Schlussbestimmungen
10.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
10.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Frankfurt am Main, sofern der Kunde Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
10.3 Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.
10.4 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.